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Wie ihr ja sicherlich nicht
zu übersehen ist, dreht sich fast die ganze Webseite um mein jetziges
Hobby Kart fahren. Ich will aber auch mal kurz über mich selbst
berichten.
1972
Nachdem ich 1972 das Licht
der Welt erblickte, soll ich die nächsten Jahre meinen Eltern als kleiner
Wildfang ziemlich auf die Nerven gegangen sein (dabei sah ich mit 3 Jahren
- im Foto - doch wie ein Engel aus :-)). So musste ich als
Kleinkind wie ein Hund an die Leine genommen werden, damit ich nicht
ausreißen konnte. Aber eigentlich auch kein Wunder, denn ich bin mit
einem 10 Jahre und einem 13 Jahre älteren (Halb)Bruder aufgewachsen.
Robert und Frank, der in den USA studiert hat und seitdem dort lebt. Also steckte man mich mit 4 Jahren in den
Ballett-Unterricht, um mich wenigstens ein paar Stunden die Woche los zu
sein :-)) Schon wenige Jahre später merkte ich, das mir Ballett viel zu
langweilig war und begann mit Turnunterricht und kurz darauf mit
Kunstturnen. Nach mehreren Jahren und kurz vor einer größeren
Meisterschaft, wurde mir aber der Trainingszwang zuviel und hängte die
Turnschuhe an den Nagel. Auch weil ich zwischenzeitlich die Vorliebe für
Pferde und reiten entdeckt hatte. Zwischenzeitlich hatte ich mich
außerdem in Trampolin und Rollschuh-Kunstlauf versucht. Das Rollschuh
laufen scheiterte allerdings nur daran, das die Trainingsbahn in meinem
Wohnort schließen musste.
1982
Nachdem ich also schon
vieles an Sportarten ausprobiert hatte, begann ich mit 10 Jahren in den
Ferien mit reiten. Nach einem Jahr bitten und betteln hatte ich dann meine
Eltern endlich soweit und durfte auch bei uns im Ort
in den Reitstall. Hier entdeckte ich dann auch meine Vorliebe für das
Springreiten und konnte auch bald auf die ersten Turniere gehen. Für mein
damaliges Alter auch recht erfolgreich. Mit 16 bekam ich dann mein erstes
Pferd, mit dessen jungen Alter ich mich allerdings überschätzt hatte und
es nach einem Jahr wieder verkaufen musste. Kurz darauf bekam ich dann mein
jetziges Pferd Wienerin (im Bild), ein schon etwas erfahreneres
Springpferd. Ein paar Turniere konnte ich mir ihr noch bestreiten, doch
dann scheiterte meine Reitkarriere leider am lieben Thema Geld. So blieb
mir leider nichts mehr anderes übrig als mich auf das Hobby-Reiten zu
beschränken (und das ist schon teuer genug). Noch heute (2004) habe ich meine mittlerweile
25 jährige Pferdeoma.
Mittlerweile leider an Arthrose erkrankt, kann ich sie leider nicht mehr
oder nur wenig reiten und so bekommt sie für ihre letzten Jahr noch ihr
wohlverdientes Gnadenbrot.
1989
Endlich raus aus der Schule
und rein in die Lehre als Kauffrau für Bürokommunikation bei der
Flughafen Frankfurt/Main AG - heute Fraport. Nach meiner 2 jährigen Lehre
wurde ich auch fest in die Firma übernommen und arbeite heute als
Systemadministrator für ein Kabelverwaltungsprogramm.
1998
Ja und wie bin ich
eigentlich zum Kart fahren gekommen. Nein nicht wegen Michael Schumacher.
Formel 1 fand ich früher eigentlich richtig langweilig. Ich verstand
früher gar nicht, was die Leute an Autos die nur im Kreis fahren so toll
fanden. Erst durch Ralf Schumacher fand ich es interessanter. Ich hatte immer im meinem Freundeskreis nach Leuten gesucht, die
mit mir mal auf eine Kartbahn fahren. Für ein 10 min Ticket hatte ich es
dann auch irgendwann mal geschafft, sie zu überreden. Leider war das auch
das einzige mal und alle Überredungskünste halfen nichts. Erst 2 oder 3
Jahre später kam mir der Zufall zu Hilfe. In einem Gespräch mit meinem
10 Jahre älteren Bruder stellte ich auch einmal fest, dass er häufiger
mit Arbeitskollegen und Kunden u. a. auch im Fahrwerk in Groß-Zimmern
fahren ging.
Endlich hatte ich jemand
gefunden und meldete mich gleich für das nächste Event an - das war Ende
1998. Wie mein Bruder heute meint - leider - , denn beim ersten mal war ich wohl noch langsamer gewesen als er, aber schon beim zweiten Treffen
hätte ich ihn geschlagen. Kurze Zeit später buchten mein Bruder und ich
dann auch eine Schulung um uns die die Linie, Einlenkpunkte und
Bremspunkte einmal zeigen zu
lassen. Zum Ende der Schulung schaffte ich es sogar den Trainer
abzuhängen - na ja, zugegeben hing wohl eher am Kart, aber stolz war ich
damals trotzdem.
1999
Vom
Kartfieber gepackt, sahen mein Bruder und ich kurz darauf, dass im
Fahrwerk ein 6h Rennen veranstaltet werden sollte und wir melden uns und
ein paar Freunde von Pirelli (die Firma meines Bruders) gleich an. Womit
wir allerdings vorher nicht gerechnet hatte, beim Rennen traten nur
'Profis' an. Auch wenn uns schon klar war das wir mit Abstand letzter
werden würden, hatte es uns (im Bild das Team) sauviel Spaß gemacht.
Allerdings war beim Rennen auch Günter Zander - Herausgeber der
Zeitschrift Pro Kart - anwesend. Dieser war ganz begeistert von meinen -
zumindest meinte er das - schnellen Rundenzeiten und fragte mich, ob ich
denn nicht Lust hätte bei dem nächsten Rennen in Pro Kart Damenteam mit
zu fahren.
Dieses Jahr hatte ich mich
außerdem noch mit zwei Münchnern Freundinnen für einen Besuch auf der
Rennstrecke in Zandvoord entschlossen. Neben der regulären
Rennveranstaltung fand außerdem noch eine Promo-Fahrt von Williams und
den beiden Fahrern Ralf Schumacher und Alex Zanardi statt. Direkt neben
der Box konnten wir das Testteam gut beobachten. Sehr beeindruckend die
professionelle Arbeit eines Formel 1 Teams.
2000
Nach
ein paar Rennen gründete ich dann mit meinem damaligen Freund René Owara,
das Team Two
Generations. Gemischt aus Freunden aus dem Fahrwerk unterschiedlichen
Alters und zwei befreundeten Motorsportlern. (Andreas Mazzarella, Florian
Senger, Armin Günther, Uli Reinhardt, Gunther (Knut) Seip, Sebastian
Grunert und Timo Glock). Heute (2004) ist Sebastian Grunert für Ford bei
der Tourenwagen EM am Start und Timo hat den Aufstieg in die Formel 1
geschafft, auch wenn nur als 3. bzw. Testfahrer für Jordan. (im Bild,
Florian Senger, Timo Glock, Sebastian Grunert und Uli Reinhardt beim
Rennen für Dolphin Aid in Mannheim).
Als privates Highlight kann
ich vielleicht noch den Besuch bei der European Le Mans Serie am
Nürburgring erwähnen. Die Karten hatte ich bei einem Preisausschreiben
gewonnen und es war mein erster Besuch bei einer größeren
Rennveranstaltung. Spätestens hier wurde ich durch den 'geilen' Sound der
Prototypen endgültig vom Virus Motorsport infiziert.
2001
Leider
überlebte das Team wegen Sponsorenmangel nicht sehr lange. Außerdem
hatte ein wohl ziemlich verkorkster Start bei dem bekannten 24h Rennen in
Karting Cologne einigen Fahrern den Spaß genommen. Obwohl wir in das
Rennen einiges an Hoffnung reingesetzt hatten. Ursprünglich sollte
Christian Menzel bei uns im Team an den Start gehen, leider musste er
wegen einem Rennen kurze Zeit darauf wieder absagen. Mit am Start waren
aber trotzdem Markus Gedlich (DTC Meister 2001) und sein damaliger
Teamkollege Thomas Serwin im Bild.
Kurz
darauf bot sich René und mir eine gute Möglichkeit, dem D2 Fun Team
fehlte für das Rennen in Mallorca noch Fahrer. Die Gelegenheit ließen
wir uns nicht entgehen und fuhren mit. Gleich mir dem 2. Platz konnten wir
richtig glänzen. Und schon beim nächsten Rennen in Neubrandenburg
sahnten wir mit einem Sieg gleich richtig ab. Ab diesem Zeitpunkt waren
wir feste Stammfahrer im Team und fuhren so ziemlich jedes Rennen mit, bei
dem das Team am Start war. Parallel behielt ich zusammen mit meinem
Bruder das Team Two Generations trotzdem am Leben. Für kleinere Rennen,
die ich zusammen mit meinem Bruder Robert fahre - hauptsächlich bei
'Roberts Automotive Kartcup' - weitere Infos unter www.two-generations.de
Die größten Highlights im privaten Bereich waren neben einem Besuch bei der DTM und DTC wohl der
Besuch bei den BMW Williams Kart Championchip und bei der Formel 1 am
Hockenheimring. Die Kartchampionchip fanden zusammen mit Ralf Schumacher
auf dessen Kartbahn in Bispingen statt. Leider kam nur ein dritter Platz
mit meinem englischen Teamkollegen heraus - aber ich konnte Ralf
Schumacher mal die Hand schütteln (hab sie nie wieder gewaschen :-) Kurz
darauf konnte ich Ralf Schumacher dann auch mal live im BMW Williams am
Hockenheimring erleben. Unübertrefflich, mal live dabei gewesen zu sein
und das werde ich bestimmt niemals vergessen. Auch wenn ich persönlich
den Sound von GTs doch besser finde :-) Und das schönste, gerade das
Rennen auf heimischen Boden konnte auch noch Ralf Schumacher gewinnen.
2002
Das
größte Highlight im damaligen D2 Fun Team (heute Vodafone Racing Team)
war wohl das 24h Rennen in Abu Dhabi (im Bild die Toll angelegte grüne
City mitten in der Wüste). Inmitten von Scheichs waren aus der ganzen
Welt (na ja hauptsächlich Europa) Kartfahrer angereist um an dem Event
teilzunehmen, auch z. B. der DTM Fahrer Peter Dumbreck. 2002 war wohl das
Jahr mit den bis jetzt meisten Rennen, im Schnitt jedes zweite Wochenende
zu einem Rennen unterwegs, teilweise sogar mit 2 Teams bei 2 Rennen
parallel. Da blieb im privaten Bereich kaum noch Zeit für etwas anderes.
Aber auch ein sehr erfolgreiches Jahr, denn mein Team wurde Sieger und
zweiter in der German Team Ranking List (Rangliste der besten Deutschen
Kart-Langstreckenteams) und dritter im Pro Kart Team Cup:
2003
2003
wurde es dann etwas ruhiger für mich im D2 Fun Team und ich ging auch
öfters mal mit den Drifters zusammen auf Rennen und hatte auch wieder
etwas mehr Zeit für mich. Mein persönliches Highlight (trotz schlechter
Platzierung) war wohl das 24h Rennen in Erkelenz, im Damenteam 'Woman make
it better', auf der Kartbahn vom Tourenwagen Fahrer Jörg Müller. Es ist
schon etwas besonderes, bei so einem professionellen Rennen, bei dem auch
die Hobby-Teams eine Chance haben zu gewinnen, mitzufahren. Und mein
größter persönlicher Erfolg (auch wenn ich mich dabei wohl mit
fahrerischer Leistung nicht brüsten brauche), war wohl der Sieg beim Aral
Kart Cup 2002. Das Finale fand ebenfalls auf der Kartbahn von Jörg
Müller in Erkelenz statt. Das besondere daran, als Hauptpreis gab es eine
Formel 1 Reise nach Wahl innerhalb von Europa zu gewinnen. Diese Reise
werde ich 2004 nach Monaco einlösen.
Dieses Jahr hatte ich auch
endlich wieder etwas mehr Zeit um neben dem Kart fahren am Wochenende auch
mal wieder auf Motorsportveranstaltungen zu fahren. Und da half mir mein
Glück mal wieder, bei Eurosport gewann ich 2 Vip-Tickets für das LG
Superracing Weekend - in dessen Rahmen auch die Tourenwagen EM und die FIA
GT starten - in Oschersleben - incl. Grid Walk. Zusammen mit Wolfgang
Schäfer, der auch heute noch davon schwärmt, hatten wir ein echt klasse
Wochenende, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit auch in die
Startaufstellung zu kommen. Und dann gilt der Dank auch meinem Bruder,
über den ich Karten für das Finale der Tourenwagen EM (also wieder LG
Superracing Weekend) in Monza bekam. Hier fuhr auch Alex Zanardi, der nach
seinem schlimmen Unfall sein erstes Rennen fuhr. Zu Gast war außerdem auch F1 Pilot Fisichella. Nur Schade, dass ich zu wenig Zeit
(und Angst vor dem verfahren) hatte um nach Mailand reinzufahren.
2004
Diese Jahr wurde im Kart
doch etwas ruhiger, nur am Anfang gab es gleich große Rennen im Fahrwerk und in Limburg
, sowie auch das Rennen in Erkelenz, bei dem ich nur als Helfer
mit dabei war. Sonst gab es nur noch vereinzelte Kartrennen für mich.
Dafür
gab es aber viel bessere Highlights. Nachdem ich Anfang des Jahres bei der
VLN als Zuschauer war und einen alten Bekannten und heutigen Freund
Stephan wiedertraf, bekam ich die Möglichkeit im Team von Stephan mit
anzupacken. Na ja, mit dem Schrauben klappte das wohl eher noch nicht.
Aber zu organisieren gab es auch genug. Höhepunkt was im Juni das 24h
Rennen Nürburgring/Nordschleife. Einfach genial. Von da an war ich
eigentlich bei so ziemlich allen Rennen der VLN dabei, wo auch Wölflick
Racing teilgenommen hat. Ganz schön viel Arbeit in einem privatem
Team.
Na ja, neben so viel Arbeit
blieb ja kaum noch Zeit für anderes, aber für meine gewonnene Formel 1
Reise nach Monaco nahm ich mir natürlich die Zeit. Einfach genial kann
man nur sagen. Die Formel 1 ist da eigentlich schon eher uninteressant,
das Nachleben und was da so los ist in Monaco ist eigentlich das
interessante. Aber auch mal so nah an allem dran sein zu können ist schon
anders als bei
anderen Rennstrecken. Ansonsten stand auch mal wieder die Tourenwagen EM
in Hockenheim auf dem Programm. Man kann nur so viel sagen, vom
Renngeschehen her viel interessanter als die Formel 1. Und ein kurzer
Urlaub in Ägypten. Zu viel mehr bleibt neben dem eigenen Motorsport
eigentlich keine Zeit..
Und das wichtigste darf ich
natürlich nicht vergessen. Nachdem ich im Touristenverkehr einiges an
Training von Stephan bekam, fuhr ich dann mit meinem eigenen Auto auch das
erste Rennen auf der Nordschleife um die nächste Lizenz zu bekommen, die
GLP.
2005
Dieses Jahr ist wieder
vollgepackt mit Motorsport, fürs 24h Rennen wird ein neues Auto
aufgebaut. Viel Zeit bleibt nicht, denn das Rennen ist ja schon Anfang
Mai. Da erwartet uns wohl viel Stress am Anfang des Jahres. Vielleicht
bleibt dafür am Ende für andere Sachen mehr Zeit.
Mehr Fotos aus den
vergangenen Jahren auch aus dem Privatbereich findet ihr unter der Rubrik
Fotos.
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