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29.05.04
- Vergangenes Wochenende gab es das erste Highlight für mich in
diesem Jahr. Die Formel 1 in Monaco. Gleich am Donnerstag bin ich
zusammen mit Melanie in Nizza in unserem Hotel angereist und
sofort weiter zu Strecke in Monaco. Wahnsinn der Sound zwischen
den Häuserschluchten, ohne Ohrstöpsel ist hier nichts zu machen.
Und so nahe an den Fahrzeugen und Fahrern wie in Monaco ist man
sicherlich an keiner anderen Strecke. Einfach gigantisch,
man kann das mit Worten gar nicht beschreiben, das muss man
einfach selber miterleben. Monaco kann man auch nicht mit anderen
Rennstrecken wie Hockenheim vergleichen.
Nach
dem freien Training am Donnerstag wollten wir uns natürlich auch
gleich in das Nachtleben von Monaco stürzen und haben uns mit
meinem Skoda zwischen die vielen vielen Ferrari, Lamborghini
Maibach, McLaren usw. gemogelt und sind selbst erst mal über die
Rennstrecke gefahren, die teilweise Nachts für den normalen
Verkehr wieder freigegeben ist. Wahnsinn was dort Nachts abgeht.
In der ganzen City wird gefeiert. Mitten auf der Rennstrecke wie
z. B. in der Rascasse oder an der Tip Top Bar stehen die Leute an
ihren Tischen und trinken. Geparkt wird einfach auf de Start-Ziel
Geraden, wenn man Glück hat und noch einen Parkplatz ergattern
kann. Nachdem
wir ja die ganze Nacht durchgefahren sind und keinen Schlaf
bekommen hatten, wollten wir eigentlich auch nicht so lange
bleiben. Aber am Ende war es dann doch 4 Uhr, bis wir zurück ins
Hotel kamen. Und Prominente wie Rod Stewart hatten wir auch schon
gesichtet. Freitag gönnten wir uns dann tagsüber erst mal eine
Pause mit einer Shopping Tour durch Nizza. bevor es abends wieder
nach Monaco ging, natürlich wieder mit dem festen Vorsatz nicht
ganz so spät zurück zu fahren. Aber wie das mit den Vorsätzen
so ist, da wird meistens nichts daraus. Aber das Nachtleben ist
auch einfach gigantisch. Allein die Autos die da durch Monaco ihre
Runden drehen, da wird vor der Tip Top Bar einfach mal bergab ein
Burn Out hingelegt und die Gäste so richtig eingenebelt.
Aber
wir waren ja natürlich nicht nur wegen dem Nachtleben hierher
gekommen (obwohl sich nur deswegen ein Besuch schon lohnen
würde). Am Samstag ging es dann mit dem Boot zum Qualifying nach
Monaco. Wie am Donnerstag hatten wir wieder die besten Plätze
genau gegenüber der Boxengasse, die keine 50 m von uns entfernt
war und man das Treiben dort hervorragend beobachten konnte. Auch
die Prominenten Besucher wie George Clooney, Brad Pitt oder Mat
Damon, die durch den Auflauf der Presse allerdings nur schwer zu
sehen waren. Was für mich sehr erstaunlich war, Fahrer wie Jenson
Button, Mark Webber oder Fisichella konnten eher unbeachtet von
der Presse in die Boxengasse kommen, tauchte allerdings Michael
Schumacher auf, waren sofort alle Fotografen und Fans zur Stelle
und umringten ihn. Das gleiche Bild konnte man vor den Boxen
sehen. Zu Ferrari konnte man vor lauter Menschen nie reinsehen,
bei den anderen Boxen wie BMW Williams oder McLaren war tote
Hose.
Und natürlich ging es auch am
Samstag Abend wieder rein nach
Monte Carlo. Obwohl ich dachte, das Samstags die absolute Hölle
los war, war auch nicht besonders viel mehr los als die
vergangenen abende. Und wie gewohnt wurde es auch wieder (gääähhhnnn)
spät. Und Sonntag dann das Rennen. Die Plätze im Schwimmbad
waren wegen fehlender Videoleinwand nicht ganz so gut wie die
vergangenen Tage, aber trotzdem hatten wir einen super Blick auf
die Strecke. Das hervorragende Wetter tat ihr übriges. Eigentlich
hatten wir ja wie im Wetterbericht angekündigt mit Regen
gerechnet. Zum Glück hatten wir uns auf beides vorbereitet und so
bruzelten wir in der heißen Sonne. Von dem aufregenden Rennen
bekamen wir leider nicht ganz so viel mit, wie im Fernsehen, aber
das ist ja normal wenn man direkt an der Strecke ist. Ja
und da war das Wochenende schon wieder vorbei und nach dem Rennen
ging es zurück nach Deutschland. Keine Einfache Rückfahrt, mit
insgesamt 12h Schlaf in 4 Nächten (uffff) und eine erneute
Autofahrt mit 9h, Stau bei Mailand und
Geschwindigkeitsbegrenzungen in Frankreich, Italien und der
Schweiz musste ich doch oft kämpfen und mir blieb dann doch
nichts anderes mehr übrig als mich mal für eine 3/4h auf einem
Rastplatz abzulegen. Aber um 5 Uhr morgens sind wir dann doch
wohlbehalten zurück in Deutschland angekommen und werden bestimmt
noch lange an dieses fantastische Wochenende denken. Und eins bin
ich mir sicher. Nach Monaco werde ich bestimmt bald wieder mal
fahren. Daheim
angekommen hieß es erst mal waschen, bevor ich ausschlafen
konnte, denn am nächsten Tag sollte es ja gleich weiter gehen. Nach dem Wochenende hatte ich mir aber
in paar Tage Erholung wohl redlich verdient. Jetzt sind erst einmal 1 1/2
Wochen Pause und dann geht es schon weiter zum Nürburgring, zum
24h Rennen. |