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26.06.2005
- Es ist zwar schon eine Weile her, aber endlich sind wir vom
Stress des 24h Rennens am Nürburgring gut erholt. In nur 8 Wochen
hatte es das Team geschafft, gerade so pünktlich zur technischen
Abnahme von der Rohkarosse einen neuen Focus für das Rennen
aufzubauen. Fast jeder Abend wurde in der Werkstatt verbracht und
auch die letzten Tage vor dem Rennen wurde bis spät in die Nacht
geschraubt. Da blieb natürlich kaum noch Zeit für andere Sachen.
Unser neues zu
Hause am Ring hatte da leider das Nachsehen, an Renovieren oder
einrichten war jetzt nicht mehr zu denken. Nur die wichtigsten
Sachen hatten wir dort erledigt. Die Vorbereitung für unser Jahreshighlight
waren jetzt wichtiger und verschlang verdammt viel Zeit.
Nachdem mit Hilfe
der Mechaniker, die nach und nach in der Woche des 24h Rennens am
Ring ankamen, schaffte das Team es noch am frühen morgen vom
Abnahmetag (Donnerstag) den neuen Focus fertig zu stellen.
Natürlich wurde auch in der nächsten Nacht das Auto noch im
Design bis zum frühen morgen vorbereitet.
Mit
noch nicht mal 30 km ging der neue in das erste Qualifying. Kein
Wunder, dass wir noch mit ein paar anfänglichen Schwierigkeiten
zu kämpfen hatten. Im zweiten Qualifying passierte es dann, Anfang
der zweiten Runde wurde unser Fahrer Graham von einem Honda Civic
in der Dunlop Kehr in die Leitplanke geschickt. Die erste
Abschätzung: Totalschaden, Decke drüber und Rennen beendet. Noch
nicht mal 200 km auf dem Tacho und schon verschrottet. Aber
Stephan hatte die Rechnung ohne seine Spitzen-Mechaniker gemacht.
Sie schafften es tatsächlich auch mit viel Hilfe von außen, den
Focus wieder zu reparieren, so dass wir es noch gerade so wieder
in die Startaufstellung schafften.
Im Rennen gab es
dann natürlich ein paar Folgeschäden. Auch unser alter Turbo
machte bei seinem schon dritten 24h Rennen ein paar Probleme und
musste öfters die Box besuchen. Beide Autos ließen den sowieso
schon geschafften Mechanikern, kaum eine Verschnaufpause. Trotzdem
konnten wir wieder mit beiden Autos das Rennen beenden.
Nachdem wir dann
mehr als 1 Woche brauchten, um uns vom 24h Rennen zu erholen und
wieder alles aufzuräumen, gab es eigentlich nicht mehr viel
besonderes. Ich machte noch einen Abstecher zu einem Kartevent von
RPR1, bei dem man Formel 1 Karten für das Rennen am Nürburgring
gewinnen konnte. Leider konnte ich mich gegen der
Rundenrekordhalter der Strecke nicht durchsetzen. Aber viel Spass
hat es trotzdem gemacht.
Auch trotz des
vielen Stress vor dem 24h Rennen hatten wir Ende April noch die
Zeit zu einem freien Training vom Pistenclub. Hier kann jedermann
auf der Grand Prix Strecke am Nürburgring fahren. Hier hatte auch
ich endlich die Gelegenheit mal im echten Rennauto zu fahren. Na
ja, nachdem ich auf der langen Strecke erst
mal überhaupt nicht wusste wo es lang ging und wohl
übervorsichtig wahr, glänzte ich wohl nicht mit super tollen
Rundenzeiten. Aber Training macht dem Meister :-)
Dann wollte ich
eigentlich noch einmal ins Lenkrad greifen beim Castrol Haugg Cup
auf der Nordschleife. Nachdem ich mit Michael das freie Training
im dichten Nebel gefahren war (nur als Beifahrer), machte uns das
Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Wegen des
dichten Nebels musste mal wieder das Rennen abgesagt werden. War
wieder nichts mit meinem Rennen :-(
Aber unser 24h
Rennen wollten wir mit allen Teammitgliedern auch noch einmal
feiern. Zum nächsten Langstreckenpokal waren alle vom Team
eingeladen. Erst schauten wir uns das Rennen ungewöhnlicherweise
mal von außen an im Hatzenbach. Danach ging es mit den
Bierfässern in unsere Scheune. Na ja, das typische Eifelwetter
machte uns nur leider einen Strich durch die Rechnung. Es war
bitterkalt, so dass sich bald alle draußen um ein großes
Lagerfeuer sammelten.
Am 2. Juli geht es
dann weiter fürs Team mit der nächsten Langstrecke und ich werde
wohl endlich mal wieder im Kart unterwegs sein, beim 9h Rennen in
Wittgenborn.
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